ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN DER FREIE BAUGUTACHTERPRAXIS PROBST FÜR AUFTRAGGEBER VON AUSSERGERICHTLICHEN SACHVERSTÄNDIGENLEISTUNGEN
  1. Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige Probst, im Folgenden kurz Sachverständiger genannt, vertritt keine Interessen seines Auftraggebers. Er ist verpflichtet, seine Feststellungen objektiv und neutral zu treffen, so als ob er in einem Rechtsstreit von einem Gericht beauftragt worden wäre.
  2. Um seine Objektivität und Neutralität zu sichern, ist der Sachverständige berechtigt, vor Aufnahme und ggf. zusätzlich während seiner Tätigkeit Kostenvorschüsse bis zur Höhe des zu erwartenden Gesamthonorars einzuziehen.
  3. Erst mit Gutschrift des vom Sachverständigen angeforderten ersten Kostenvorschusses beginnt das Vertragsverhältnis mit allen hieraus resultierenden Rechten und Pflichten.
  4. Es endet mit dem Schlussrechnungsdatum.
  5. Der Sachverständige darf keinen Rechtsrat erteilen.
  6. Dem Sachverständigen ist es nicht erlaubt, über sein Bestellungsgebiet “Bauschäden” hinausgehende Begutachtungen vorzunehmen. Er wird im Einzelfall den Auftraggeber rechtzeitig darauf hinweisen und Hinzuziehung eines Sonderfachmannes verlangen.
  7. Der Sachverständige benötigt zur sorgfältigen Vorbereitung von Ortsterminen etc. Unterlagen, die er rechtzeitig beim Auftraggeber anfordern wird. Das Beschaffen dieser Unterlagen ist ausnahmslos Sache des Auftraggebers.
  8. Müssen Örtlichkeiten begangen werden, so hat der Auftraggeber für ungehinderte Zugänglichkeit und die Möglichkeit der Augenscheinnahme zu sorgen. Es ist nicht Aufgabe des Sachverständigen, Terminabstimmungen mit Dritten etc. vorzunehmen, Mobiliar zu bewegen o. ä.
  9. Hält der Sachverständige Bauteilöffnungen für erforderlich, so wird er den Auftraggeber hiervon unterrichten. Der Auftraggeber hat eigenverantwortlich dafür Sorge zu tragen, dass geeignete Handwerker mit Werkzeugen die Bauteilöffnungen vornehmen und diese wieder sachgerecht schließen.
  10. Der Sachverständige haftet hierfür für keinerlei Mängel und/oder Schäden, gleichgültig auf welchem Rechtsgrunde mögliche Ansprüche beruhen mögen. Er übt insoweit keinerlei Aufsichts- oder Überwachungstätigkeit aus.
  11. Die Haftung des Sachverständigen für nicht grobe Fahrlässigkeit/Vorsatz wird auf die Höhe des Deckungsschutzes der Haftpflichtversicherung beschränkt. Die Deckungssummen betragen: für Personenschäden 3 Millionen €, für Sach- und Vermögensschäden 1 Million €.
  12. Die Haftung für grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen.
  13. Wird der Sachverständige vor Gericht angehört oder als Zeuge vernommen, so sind die Kosten dieser Leistungen vom Auftraggeber zu tragen, abzüglich derjenigen Kosten, die von der Gerichtskasse dem Sachverständigen erstattet werden.
  14. Fahrtzeiten werden zum vereinbarten Stundensatz abgerechnet.

Stand: 16. November 2014